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meditationskurse Einfacher Frieden

Meditationskurse & Einkehrtage in
Assisi, Italien

mit Bruce & Ruth Davis

Named one of

World's Top 10 Meditation Retreats
by Travel and Leisure April 2008
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Assisi Retreats
All rights reserved.

Leseprobe
Freude- Der Weg des Herzens

meditationskurse

Inhalt

Einleitung
Ein neuer Anfang
Fang mit den kleinen Dingen an
Finden, was uns wirklich nährt
Sicherheit finden
Was wird aus der Freude, wenn wir Probleme haben?
Nein zu Selbstaufopferung, Leid und Schuld

Das tägliche Leben
Freude in Beziehungen
Freude in der Arbeit
Unser Seelenpartner, Arbeit und Bestimmung
Spiritualität, Religion und Freude

Innere Schritte
Sich erinnern
Übergeben und Empfangen
Unsere Nacktheit, unsere Verletzlichkeit
Die fünf inneren Schritte
Herzensbewusstsein
Verständnis
Mitgefühl
Vergebung
Weisheit

Leben für die Seele
Unsere persönliche Geschichte
Das Geschenk der Leere
Unser Grund des Seins
Das Entfalten
Das kleine Ich lieben
Das wahre Selbst
Das kein Ich

Eine neue Sichtweise
Meditation
Absichten
Das Außergewöhnliche wird normal
Wir sind eine Seele
Menschlich und göttlich, gut und böse
Tod, kein Tod
Zum Instrument werden
Stille
Das Geschenk der kleinen Blumen
Anfängergeist

Anhang: Praktische Spiritualität

Zehn einfache Schritte zur Freude
Meditation der Freude
Unterstützungsgruppen für ein Leben in Freude
Tage der inneren Einkehr

Lesung


Finden, was uns wirklich nährt
Die Freude ruft uns, nach dem zu suchen, was uns wirklich nährt und uns daran zu freuen. Mehr als nur unser Körper braucht Nahrung: Unser Herz und unsere Seele hungern danach, berührt zu werden, genährt zu werden. Wo in unserem Leben gibt es etwas, das die Seele nährt? Oft sind wir so mit all den Details unseres Alltags beschäftigt, dass wir fast vergessen, das Leben selbst zu genießen. Leben ist mehr als bloß tagtägliches Überleben! Sehr schnell haben wir in unserem Terminkalender Zeit für alles und jeden, nur nicht für uns selbst. Es kann ganz normal für uns werden, vor lauter Pflichten kaum mehr einen Augenblick zu haben, wo wir einfach das Leben genießen. Leben ist mehr, als sich immer mehr Annehmlichkeiten zu schaffen, mehr als Stressbewältigung. Freude ruft uns! Wir brauchen jeden Tag Zeit für etwas, das uns wirklich nährt. Der Tag ist nicht rund, wenn er nichts enthält, was uns tief innerlich nährt, was unserer Seele Nahrung gibt. Unsere Gedanken sind von unseren Gefühlen getrennt und unsere Gefühle sind getrennt von unserer Seele, unserer Essenz. Etwas, das uns wirklich nährt, Freude, heilt diese Getrenntheit. Etwas wirklich Nährendes hilft uns, unser Herz, unser tief inneres Sein wieder zu fühlen. Aus unserem Herzen heraus werden unsere Gefühle und Gedanken, unsere Beziehungen und Aktivitäten wieder miteinander verbunden. Wir fühlen uns wieder als eine Person, ganz und wahr.

Wahre Nahrung ist Leben! Wo fühlen wir uns am lebendigsten? Mit wem fühlen wir uns ganz und gar angenommen? Bei welchen Tätigkeiten haben wir das Gefühl, das Leben ist so gut, wie es nur irgend sein kann? Wann genießen wir das Leben wirklich? Seelennahrung finden wir an einem sicheren Ort in unserem Leben, wo wir nicht zu kämpfen brauchen und das Herz und die Schönheit des Augenblicks genießen können. Ja! Wahre Nahrung finden wir an einem sicheren Ort, wo wir uns entspannen und alles loslassen können, was wir innerlich mit uns herumtragen, und wo wir uns einfach am Leben freuen. Vielleicht, wenn wir in einer alt vertrauten Gegend spazieren gehen oder wenn wir aus vollem Herzen ins Universum hinaus singen. Es kann bedeuten, dass wir uns Zeit nehmen, um den Traum der letzten Nacht in uns nachklingen zu lassen und immer wieder spüren, was sich in uns auftut. Wahre Nahrung kann auch sein, ein, zwei Minuten länger bei dem Fremden auf der Straße stehen zu bleiben oder alle Termine abzusagen, um einen ganzen Tag mit den Kindern zu verbringen. Es nährt uns, auf unser inneres Kind zu hören und etwas zu tun, was uns Spaß macht. Das Abendmahl in der Kirche oder sich Zeit zu nehmen, einfach nur still im eigenen Herzen zu sitzen – all das nährt uns wirklich. Wahre Nahrung, Freude, ist eine Umarmung des Lebens, Gottes, ist inniges Einssein mit dem Kosmos. Jeder Tag ist ohne Freude nicht vollständig.

Für Freude gibt es keine andere Motivation als die Freude selbst. Wir suchen nicht nach etwas wahrhaft Nährendem, weil es gut für unsere Karriere ist, weil es unsere Bildung fördert, neue Freunde heranzieht oder vielleicht eine Lösung für unsere Schwierigkeiten liefert. Wir suchen etwas wahrhaft Nährendes, weil es uns wirklich nährt. Manche finden das in Yoga oder T'ai Chi. Sie tun es nicht nur wegen der körperlichen Fitness. Sie üben wegen der schlichten Freude, lebendig und in ihrem Körper zu sein. Andere finden wahre Freude darin, sich in ein heiliges Buch oder Bild zu vertiefen. Sie spüren die Gegenwart, die die Worte oder Bilder heraufbeschwören, im Herzen und überall um sich her. Sie freuen sich daran, auf Gottes Schoß zu sitzen. Was uns – in welcher Form auch immer – nährt, ist diese Liebe, diese Innigkeit. Vielleicht nährt es uns, bis zwei Uhr morgens zu tanzen. Danach – anstatt noch mit den anderen zu trinken und zu plaudern – nährt es uns vielleicht mehr, hinauszugehen und in der Stille unter den Sternen zu stehen. Wenn die anderen müde und benebelt nach Hause fahren, ist es eine Freude, heimzugehen und die Sterne noch in uns tanzen zu spüren. Den Weg dessen zu gehen, was uns wirklich nährt, ist nicht immer das Leichteste und Bequemste. Es bedeutet, auf eine andere Stimme in uns zu hören. Unsere Seele sehnt sich, ruft ...

Es kann uns nähren, Tagebuch zu führen über die goldenen Augenblicke des Lebens. Die Menschen erinnern sich leicht an negative Erfahrungen. Wenn wir uns an unsere tiefsten Freuden erinnern, sie in all ihren wunderbaren Einzelheiten niederschreiben und wieder und immer wieder lesen, beschwören wir die Momente herauf, wo unsere Seele in der Welt ganz lebendig war. In unserer modernen Kultur meinen wir, wir müssten immer wieder etwas Neues erleben, um uns lebendig zu fühlen. In anderen Kulturen erinnern sich die Menschen oft an große Geschichten, vergangene Träume, wunderbare Begebenheiten, die sie an die Gegenwart des Heiligen erinnern und an die schöpferische Kraft in ihrem Leben. Wir können uns an persönliche Momente erinnern, wo wir reine Freude empfunden haben, und damit unserer Seele etwas sichern, was sie wirklich nährt. Erinnerungen, die wir wachrufen, sind nicht mehr vergangen, sondern sind jetzt wieder Nahrung für uns und nähren unser Herz und den Quell unseres Seins.

Es kann auch nährend für uns sein, in Stadtviertel zu gehen, in die man nicht geht, und den obdachlosen Menschen, die dort leben, zu essen zu geben. Ihre Dankbarkeit wiegt die Zeit, die wir brauchen, um ihnen Essen zu machen, hundertfach auf. Es kann Seelennahrung sein, einen alten Freund anzurufen, mit dem wir lange nicht gesprochen haben, weil es vielleicht Missverständnisse zwischen uns gegeben hat. Anstatt uns aus dem Weg zu gehen, kann ein kleiner Anruf auf tiefer Ebene Nahrung für uns beide sein. Viele Menschen pflegen ihren Garten, sind künstlerisch tätig oder machen Musik. Aber nehmen wir uns auch die Zeit, inmitten unseres Tuns die Schönheit in uns aufzunehmen und uns daran zu freuen?

Viele Kulturen kennen einen Feiertag des Dankens. Was uns an solch einem Tag wirklich bereichert, ist all die Liebe, mit der wir die Mahlzeiten zubereiten, mit Familie und Freunden beisammen sind, in dem überreichen Gefühl von Liebe in allem. Die Vorfreude darauf, das Fest selbst und die Erinnerungen daran sind alle Teil dessen, was uns nährt.

Dankbarkeit kann, indem sie unser Herz öffnet, nahezu alles, was wir erleben, in wahre Nahrung verwandeln.